In der Ausgabe 1/2018 des Mitgliederjournals des Deutschen Journalistenverbandes Mecklenburg-Vorpommern "KIEK AN" veröffentlichte Rechtsanwalt Prof. Dr. Ernst Fricke eine juristische Aufarbeitung der "Causa Dieter Wedel".

KIEK AN - Prof. Dr. Ernst Fricke, Anwalt Medienrecht (c)veronica-benavides|unsplash
Der "Medienpranger" ist in der Entscheidungspraxis des Deutschen Presserats immer häufiger Thema.

Für den Presserat "vorbildliche Verdachtsberichterstattung über einen Fall von hohem öffentlichen Interesse". Andere Medien fragen sich: "Durfte 'Die Zeit' das?". Auch Thomas Fischer, der ehemalige Vorsitzende Richter eines Strafsenats am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, sieht die Berichte als "öffentliches Tribunal" und man dürfe nicht "öffentlich eine rechtliche Schuld behaupten, die nicht auf legitime Weise bewiesen" sei. "Die Grenzen seien fließend; die Möglichkeiten der tendenziösen sozialen Vernichtung unter gleichzeitig treuherzigem Bekenntnis zur 'Unschuldsvermutung' unendlich.", so Thomas Fischer.

Unter dem Titel "Der falsche Mann" erzählt der Autor Christian Schweppe die Geschichte von Alois Schloder und seinem Kampf um Gerechtigkeit und Rehabilitation. Die am 24. Mai 2017 in der ZEIT erschienene Reportage beleuchtet ausführlich die Geschehnisse aus dem Jahr 1972 und die umfangreichen Aufklärungsarbeiten. Nunmehr - 45 Jahre später - ist Alois Schloder auch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) rehabilitiert und die Akten in den Archiven wurden abgeändert.

Eishockey-Legende kämpft um seine Ehre: Das IOC führt ihn seit Jahrzehnten als "Doping"-Sünder". Zusammen mit Prof. Dr. Ernst Fricke kämpft Alois Schloder um seine Ehre und geht gegen das IOC vor.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

Landshuter Wochenblatt, v. 8.4.2015, Tobias Grießer, "Doping-Opfer Alois Schloder:'Ich will endlich meine Ruhe!', www.wochenblatt.de/299904"

Der Ex-EVL-Star Alois Schloder ist noch immer als Dopingsünder verzeichnet - doch seine Unschuld ist seit 1972 erwiesen. Er behaart auf eine Ergänzung der Eintragung seines Falls um die Worte "vollständig rehabilitiert" und erhöht nun mit Unterstützung von Rechtsanwalt Prof. Dr. Ernst Fricke den Druck auf das IOC.

Alois Schloder IOC

Schloder war nicht für den positiven Dopingbefund verantwortlich zu machen. Die Sperre wurde daher vom Eishockey-Weltverband IIHF umgehend aufgehoben, der Landshuter vollständig rehabilitiert. Schloder durfte bereits im April 1972 wieder bei der Weltmeisterschaft mitspielen. 1976 in Innsbruck holte er als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft sogar Olympia-Bronze.

Fehlendes Impressum bei gewerblichen Facebook-Profilen - Abmahnung droht

Nach § 5 Abs. 1 des Telemediengesetzes (TMG) haben Diensteanbieter für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien verschiedene, in dieser Norm genannte Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten (sog. Impressumspflicht). Diese Norm wird in der Betriebspraxis gerade im Hinblick auf Facebook-Profile oft übersehen, was zu wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen und einer entsprechenden Kostenhaftung führen kann. Dies zeigt ein aktuelles Urteil des Landgerichts Regensburg vom 31.01.2013 (Az: 1 HK O 1884/12).